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Klärschlamm

Von den im Jahr 2017 in Baden-Württemberg angefallenen rund 215.500 t Klärschlamm-trockensubstanz aus kommunalen Kläranlagen wird der überwiegende Teil (97 %) thermisch verwertet. Die bodenbezogene Ausbringung - landwirtschaftlich und landschaftsbaulich - hat dagegen im Land kaum noch Relevanz. Während 1987 noch 18 % der Klärschlämme über die landwirtschaftliche Nutzung entsorgt wurden, sind es dreißig Jahre später nur noch 0,6 Prozent.

Tabelle: Klärschlammentsorgung - Direkte Entsorgungswege
Nutzungsart Klärschlammtrockensubstanz Anteil
t %
Stoffliche Verwertung 5.650   2,6  
    dav. landwirtschaftlich    
1.270   0,6  
    dav. landbauschaftlich 3.380   2,0  
Thermische Verwertung 209.100   97,0  
Sonstige Verwertung 730   0,3  
Verwertung gesamt 215.480      100,0  

Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Deutschland, 2019

Eine mögliche Schadstoffbelastung von Boden, Pflanze oder Grund- und Oberflächenwasser ist nur schwer einschätzbar. Aus diesem Grund ist die Nutzung des Klärschlamms als Düngemittel schon längere Zeit umstritten. Durch die neuen gesetzlichen Regelungen (Aktualisierung des Düngerechts, Novellierung der Klärschlammverordnung, in Kraft seit 03.10.2017) wird die bodenbezogene Klärschlammverwertung immer stärker eingeschränkt. Neben diesen Restriktionen können auch Regelungen aus dem Förderrecht (z.B. FAKT) die Nutzung von Klärschlamm auf landwirtschaftlichen Flächen beeinträchtigen.



Stand 07.2019

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