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Aktuelle Preise KW 40/19

(Baden-Württemberg)
 

Brotweizen
148
€/t
Braugerste
178
€/t
Futtergerste
135
€/t
Körnermais
-
€/t
-
Raps
360
€/t

Quelle: LBV

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Erzeugerpreise bei Weizen weiter auf unbefriedigendem Niveau


Die deutsche Weizenernte fiel nach ersten Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit 22,9 Mio.t erneut unterdurchschnittlich aus. Im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018 wurden 24,3 Mio.t Weizen gedroschen. Dennoch zeigt sich das ex Ernte Preisniveau unbefriedigend.
Die Gründe dafür sind vor allem in einer guten europäischen Ernte und einer sehr guten Welt-Weizenernte zu finden. In Europa wurde nach den Septemberzahlen der EU-Kommission 152,8 Mio.t Weizen gedroschen, gut 3 Mio.t über dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre. Weltweit soll nach den Oktoberzahlen des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) in der Saison 2019/20 sogar eine Weizenernte von 765 Mio.t möglich sein. In beiden Fällen übersteigt damit die Erzeugung den Verbrauch erheblich – mit der Folge dass sowohl die europäischen als auch die Welt-Endbestände zum 30.06.2020 steigen werden.
Insgesamt also ein Signal für eher schwache Preise, auch wenn die nationale Situation ein anderes Bild zeichnet. Dennoch konnten die Weizenkurse an der wichtigsten europäischen Warenterminbörse für Agrarprodukte, der MATIF in Paris, in den zurückliegenden Wochen um mehr als 10 €/t zulegen. Ein Effekt der im Moment auf zwei Säulen aufbaut. Zum einen konnten sich die Weizenkurse in den USA an der CBoT (Chicago Board of Trade) in den letzten Wochen ebenfalls leicht befestigen. Zum anderen schwächelt derzeit der Eurokurs gegenüber dem Dollar, er verlor in den zurückliegenden Wochen von 1,14 auf aktuell 1,10 US-Dollar/Euro.
Ob sich die leicht festeren Kurse auch am physischen Markt bemerkbar machen werden ist noch nicht ausgemacht. Im Moment scheint die Versorgung mit Weizen gewährleistet zu sein. Sollte sich die gute weltweite Prognose sowie die für die EU befestigen, ist schwerlich mit einer nachhaltigen Preiserholung im Markt zu rechnen. Nutzen Sie sich bietende Vermarktungschancen. Ein alleiniges Setzen auf die Karte Lagerung könnte sich in dieser Saison als die falsche Strategie entpuppen.

© Schmid,  LEL Schwäbsich Gmünd

Stand: 15.10.2019

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AGRARMÄRKTE 2019

Kapitel 2 Getreide

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