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LANDWIRTSCHAFT IN BADEN-WÜRTTEMBERG - DATEN UND FAKTEN

Klimatische Verhältnisse

Die Jahresmitteltemperatur hat 2018 mit 10,4°C in Baden-Württemberg einen neuen Höchstwert seit Beginn der Aufzeichnungen 1881 erreicht. Seit 1881 ist sie damit um 1,4°C angestiegen. Betrachtet man den aktuellen Klimazeitraum, d. h. die letzten 30 Jahre (1989-2018), liegt die Mitteltemperatur für diesen Zeitraum bereits bei 9,1°C und damit um 1°C höher als im internationalen Vergleichszeitraum 1961-1990. Dies ist ein Anstieg von 1°C in nur 30 Jahren [1].

2018 lag die Jahresniederschlagssumme bei 765 mm und damit 22 % unter dem Mittelwert des internationalen Vergleichszeitraums 1961-1990 (980 mm). Die Niederschlagssummen in der Vegetationszeit waren mit nur 370 mm extrem niedrig, was einen entscheidenden Einfluss auf die Erträge in der Landwirtschaft hat [1].

Neben diesen absoluten Werten spielt auch die regionale Verteilung eine wichtige Rolle für die Entwicklung und Ertragsbildung der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen. Die Temperaturverteilung zeigt ein deutliches West-Ost-Gefälle. Die Mittelgebirge des Schwarzwaldes und der Schwäbischen Alb bilden eine natürliche Barriere auch für die östlich angrenzenden Regionen.

Auch die Verteilung der Niederschläge spiegelt sich in der heterogenen Struktur des Landes. Odenwald, Schwarzwald, Schwäbisch Alb und das Württembergische Allgäu sind die Gebiete mit hohen bis sehr hohen Niederschlägen, während das Oberrheingebiet, das Neckar-Becken und das Tauberland mit wenig bzw. unterdurchschnittlichen Niederschlägen zu kämpfen hat.  

Karte: Klimadaten in den Gemeinden Baden-Württembergs - Niederschläge und Temperatur im Jahresmittel 

Stand: 06.2020

Quelle: [1] LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, März 2019 „Zu warm, zu heiß, zu trocken? - Eine klimatische Einordnung des Jahres 2018 für Baden-Württemberg


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