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Futtermittel

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Werner Schmid

Referent pflanzliche Märkte


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Marktlage Futtergerste

Entsprechend dem Trend an den Warenterminbörsen der Welt bei den Getreidenotierungen haben die Futtergerstenpreise in den zurückliegenden Wochen deutlich verloren. Die Nen-nungen liegen aktuell mit 17,- €/dt knapp 2,- €/dt unter dem Niveau vom Jahreswechsel. Damit scheinen die erfreulich festen Preise, die im Februar noch zu erzielen waren, schon der Geschichte anzugehören. Die Erntemenge in der EU lag 2018 mit 56,1 Mio.t deutlich unter den Ergebnissen der Spitzenjahre 2014/15 und 2015/16 mit jeweils mehr als 60 Mio.t. Gleichzeitig ist aber auch der Export auf 7,5 Mio.t eingebrochen, so dass die Endbestände im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht auf 6,1 Mio.t steigen werden. Vor allem die Rücknahme der Exportzahlen in Verbindung mit dem Anstieg der Endbestände führt aktuell im Markt zu Auffassung, dass sich die eher enge Erntesituation 2018 auf die EU-Versorgung kaum auswirkt. Preissenkend hinzukommt, dass die erste Schätzung für die Ernte 2019 wieder von einer Gerstenernte von 60,3 Mio.t ausgeht. Für Deutschland bezifferte das Statistische Bundesamt in seiner 2. vorläufigen Schätzung im Oktober den Wintergerstenanbau auf 1,219 Mio. ha (Vj. 1,227) und die Erntemenge auf 7,395 Mio.t (Vj. 9,02). Allerdings soll sich dies in 2019 wieder ändern. Der DRV (Deutscher Raiffeisenverband) geht in seiner Märzschätzung davon aus, dass in Deutschland knapp 12 Mio.t Gerste (Vj. 9,6) gedroschen werden könnten.

29.03.2019

Futtergerste Baden-württemberg
Futtergetreide in Baden-Württemberg

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Sommergerste 2017
Marktlage Futterweizen

Parallel zu den Futtergerstenpreisen haben auch die Futterweizenpreise in den zurücklie-genden Wochen um rund 2,- €/dt auf 16,50 €/dt nachgegeben. Zwar fiel die Weizenernte in der EU nach der aktuellen Märzschätzung mit 137,4 Mio.t schwach aus. Aber auch bei Wei-zen sind die Exporte rückläufig, so dass die Endbestände sich mit gut 15 Mio.t noch auf mo-deratem Niveau befinden. Für 2019 erwartet die EU-Kommission in ihrer ersten Schätzung von Ende März wieder eine deutlich bessere Weizenernte in Höhe von 148,5 Mio.t.

29.03.2019

Futterweizen Baden-Württemberg

AGRARMÄRKTE 2018

Kapitel 14 Betriebsmittel

  Text (572 kB)
  Folien (1242 kB)

Marktlage Sojaextraktionsschrot

Die Märzzahlen des USDA (amerikanisches Agrarministerium) weisen für die aktuelle Saison 2018/19, trotz Rücknahme der Erzeugungszahlen seit der Dezemberschätzung um rund 10 Mio.t, weiterhin eine deutlich positive weltweite Sojabilanz aus. Die Endbestände zum 30. Juni 2019 sollen im Sojabereich auf 107 Mio.t anwachsen. Die Sojaernte schätzt das USDA noch auf gut 360 Mio.t. Damit läge sie immer noch rund 11 Mio.t über der bislang größten weltweiten Sojaernte in der Saison 2016/17. Diese positive Ernteschätzung als auch der weiter schwelende Handelskonflikt zwischen USA und China übt Druck auf die Kurse der Sojabohnen aus, mit der Konsequenz, dass diese an der CBoT (Chicago Board of Trade) auch im 1. Quartal 2019 auf schwachem Niveau in einem Band zwischen 880 bis 920 US-Cent/bushel seitwärts tendierten. Inzwischen befinden sich die US-Bestände an Sojabohnen mit knapp 25 Mio.t auf einen historischen Höchststand, mehr als doppelt so hoch als in Vorjahr. Hinzu kommen aktuell Wetterturbulenzen in vielen Anbaugebieten der USA, welche darauf hindeuten, dass aufgrund ungünstiger Aussaatbedingungen weniger Mais, dafür mehr spät ausgesäte Sojabohnen angebaut werden könnten. Einzig leicht anziehende Rohölpreise in den zurückliegenden Wochen senden leicht stützende Impul-se.
Die Erzeugereinkaufspreise für Schrot haben in den letzten Wochen entsprechend um rund 1,50 €/dt nachgegeben. Für 43/44 er Schrot (Normtyp) wurde im März 34,50 €/dt genannt. 48er HP-Schrot lag bei 36,- €/dt. Der Abstand für GVO-freien 48er-Schrot hat sich etwas vergrößert. Die Ware lag im März unverändert bei 45 €/dt und damit wieder 90 bis 100 €/t über den GVO-Schroten.

29.03.2019

Sojaextraktionsschrot Baden-Württemberg
CBOT Sojanotierung
CBOT Sojanotierung in $
Preisvergleich Sojaschrote Baden-Württemberg
Sojabohnen 2017
Milchleistungsfutter
Milchaustauscher für Aufzuchtkälber
Futtermittelpreise für Rinder
Alleinfuttermittel für Mastschweine
Futtermittelpreise für Schweine
Futtermittel Jahresdurchschnittspreise Baden-Württemberg

Kalenderjahr

 

2007

2008

2009

2010

2011

2012

 2013

2014 

2015 

2016

2017

2018

Futterweizen

 

16,5

17,4

10,1

12,2

17,8

19,6

18,2 

15,2 

14,3

12,9

13,6
15,3

Futtergerste

 

16,1

17,0

9,6

12,1

18,6

19,7

18,2

15,1

14,0

12,5

13,1
15,2

Ferkelaufzuchtfutter

ab 15 kg, gepresst, 15-18 % Rohprotein, 1,0-1,2 % Lysin

29,7

34,4

27,8

28,2

34,8

37,5

37,0

32,6

34,6

37,7

35,4
35,2

Alleinfutter für Mastschweine

bis etwa 50 kg, 15- 18 % Rohprotein, 0,9-1,15 % Lysin

23,5

27,8

21,7

23,4

29,4

32,3

30,2

27,3

30,9

30,9

31,2
30,8

Sojaschrot

43/44 % Rohprotein

26,2

34,4

33,8

33,5

32,6

43,0

46,6

43,7

39,4

36,4

36,5
37,3

Milchleistungsfutter

18/3, 6,7 MJ/kg, gepresst

19,9

23,9

17,9

17,4

22,5

24,5

 25,5

 22,7

21,3

20,7

21,6
22,7

Milchaustauscher

für Aufzuchtkälber, min. 50% MMP

196

179

139

150

203

208

 238

 233

200

186

195
190

Heu

gepresst, 1. Qualität, ab Station Südwürttemberg, mittlere Notierung

8,0

7,3

9,1

10,7

15,5

13,6

 10,0

 11,2

11,7

11,6

10,3
.

Wirtschaftsjahr

 

06/07

07/08

08/09

09/10

10/11

11/12

12/13

 13/14

14/15

15/16

16/17

17/18

Futterweizen

 

12,7

20,8

11,7

9,7

17,8

17,4

21,5

15,8

 13,7

13,6

13,2

13,8

Futtergerste

 

12,0

20,3

11,5

9,2

16,7

18,0

20,9

 16,3

 13,6

13,5

12,6

13,4

Ferkelaufzuchtfutter

ab 15 kg, gepresst, 15-18 % Rohprotein, 1,0-1,2 % Lysin

26,5

33,7

30,7

27,0

32,4

34,7

39,3

36,7

31,6

36,8

38,0

33,3

Alleinfutter für Mastschweine

bis etwa 50 kg, 15- 18 % Rohprotein, 0,9-1,15 % Lysinl

19,3

27,6

24,3

21,1

27,6

29,5

33,3

28,2

25,8

31,8

31,2

30,4

Sojaschrot

43/44 % Rohprotein

22,2

32,6

33,1

33,5

34,1

33,9

47,1

46,6

 41,5

36,7

33,5

37,3

Milchleistungsfutter

18/3, 6,7 MJ/kg, gepress

17,1

23,4

20,9

16,5

20,0

23,0

26,4

24,1

21,6

20,8

21,4

21,5

Milchaustauscher

für Aufzuchtkälber, min. 50% MMP

170

201

154

138

180

202

222

245

215

187

191

195

Heu

gepresst, 1. Qualität, ab Station Südwürttemberg, mittlere Notierung

8,2

7,7

7,7

9,9

11,8

16,7

10,0

10,9

11,3

12,0

10,3

.

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