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Obst

Marktlage Kernobst

Tafeläpfel

Feste Preise auf relativ hohem Niveau prägten auch in den Monaten April und Mai die Apfelvermarktung. Eine stetige Nachfrage sorgte bis KW 10 für saisontypische Absatzzahlen. Im März ging die abgesetzte Menge dann unter die beiden Vorjahren zurück, in KW 14 wurde mit 2.600 t Tafeläpfel sogar über 1.000 t weniger als in den beiden Vorjahren vermarktet. Wegen der geringen Erntemenge lief Elstar bereits frühzeitig aus. Nach dem Auslaufen von Gala und Brae-burn schränkte sich das Sortiment weitestgehend auf die Jonagold-Gruppe, Golden Delicious und Idared ein. Die Vermarktung großkalibriger Äpfel besonders der Jonagold-Gruppe gestaltete sich im April und Mai etwas schwieriger gleichzeitig eröffneten sich durch das sich weiter verengende Sortiment hier und da Absatzmög-lichkeiten. Dagegen gestaltete sich der Absatz von Golden Delicious und Idared problematisch, da der Abfluss nach Osteuropa weiterhin gebremst ist. Man ist bemüht, diese Sorten sowie große Jonagold, die früher ebenfalls nach Osteuropa gingen, auf dem Inlandsmarkt zu platzieren. Der Markt profitiert von der Ernteverzögerung bei Sommerobst infolge der kühlen Witterung und sehr hochpreisiger Forderungen für heimische Erdbeeren. In der vergangenen Woche wurde ein steigendes Interesse an Überseeware bei gleichzeitig vermindertem Lieferumfang aus Süddeutschland an den Großmärkten beobachtet. Trotzdem wird mit Preisstabilität für heimische Äpfel in der restlichen Saison gerechnet. In der Obstregion Bodensee wurden von KW 14 bis KW 21 20.300 t Äpfel zu durchschnittlich 47,8 €/dt (+17 % gg. Vj.) vermarktet. Im Vorjahreszeitraum erziel-ten 30.600 t Äpfel 40,9 €/dt. Im selben Zeitraum flossen über 3.000 t zu 10,7 €/dt in die Mostobstindustrie. Zum 1. Mai 2016 lagerten am Bodensee noch 39.600 t Äpfel, die Hälfte entfiel auf Jonagold, Jonagored und Red Jo-naprince. Die Vorräte im Norden Deutschlands beliefen sich auf 52.000 t Äpfel und liegen damit nur um 7 % unter dem Vorjahreswert. Im April wurden für Bio-Äpfel frei Rampe Großhandel im Schnitt 124 €/dt bezahlt, im Naturkost-Einzelhandel wurden 191 €/dt erzielt.

Erdbeeren

Die deutsche Erdbeersaison 2016 startete witterungs-bedingt am 12. April mit bis zu 14 Tagen Verzögerung und zunächst nur zögerlich. Spanische Erdbeeren legten aufgrund günstiger Witterungsbedingungen dagegen einen Frühstart hin, sodass es im Übergang auf die mit-teleuropäische Saison zu Angebotslücken kam. Laut ei-ner AMI-Befragung, bei den erdbeervermarktenden Erzeugermärkten in Deutschland, dürfte die Erdbeerernte in diesem Jahr 13 % kleiner als im Vorjahr ausfallen. Für einheimische Erdbeeren müssen die Verbraucher dieses Jahr wohl tief in die Tasche greifen. Vom Bodensee stehen seit Anfang Mai Erdbeeren aus Folientunnel zum Verkauf. Durch die nasse und kalte Witterung bis Mitte Mai kam es zu einer verzögerten Vegetationsentwicklung bei den Erdbeeren. Die vereinzelten wärmeren Tage führten dennoch zu einem guten Fruchtwachstum, so dass bald auch mehr Freilandware vom Bodensee zur Verfügung stehen dürfte. Da das Angebot meist zu klein war, um die Nachfrage zu stillen musste die aufnehmende Hand für eine 500 g Schale zum Teil über vier Euro anlegen. In der aktuellen Saison wurden am Bodensee bislang erst 98 t Erdbeeren vermarktet. Nach vorläufigen Ab-satzzahlen wird das Vorjahresergebnis nur leicht unter-schritten. Der bisherige Durchschnittspreis bewegt sich bei 367,5 €/dt und liegt damit um fast 60 % über dem Vorjahr.




31.05.2016

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