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Obst

Marktlage Kernobst

Tafeläpfel

Die neue Apfelsaison steht vor der Tür. Erste Frühsorten aus Deutschland sind bereits am Markt. Die Lager sind allerdings noch nicht geräumt. Zum 1. Juli lagerten in Deutschland noch rund 40.600 t Tafeläpfel aus der letzten Ernte ein, 17 % mehr als 2015. Über ein Drittel (35 % oder 14.300 t) der deutschen Apfelbestände entfallen auf den Bodensee. Hier liegen die Bestände auf Vorjahresniveau. Es wird damit gerechnet, dass die Lager zeitgerecht zur neuen Ernte geräumt sein werden. Das noch verbliebene Sortiment besteht aus der Jonagold-Gruppe und Idared. Große Kaliber dieser Sorten finden kaum Zuspruch, so dass diese vermehrt über die Verarbeitungsindustrie vermarktet werden.

Aktuell werden Tafeläpfel mit 40,49 €/dt gehandelt, 6 €/dt unter Vorjahr. Dagegen liegt der Saisondurchschnittspreis für Tafeläpfel mit 51,18 €/dt um 36 % über dem Vorjahr. Witterungsbedingt startet die Ernte der frühen Apfelsorten wie Delbarestivale rund 2 Wochen später als im Vorjahr. Im Juli bezahlte man für Bio-Äpfel frei Rampe Naturkostladen 197 €/dt.

Erdbeeren

Die Erdbeersaison ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass am Bodensee fast nur noch remontierende Sorten geerntet werden. Witterungsbedingt bestand nur eine verhaltenen Nachfrage nach Erdbeeren, so dass die Preise am Bodensee nach vorläufigen Angaben bis KW 24 auf 159,50 €/dt abrutschten. Nachdem die Frigoernte im Norden nicht in die Gänge kam und die Ernte am Bodensee so gut wie abgeschlossen war, erholten sich die Preise. Durch die schwüle Witterung wird aktuell das Beerenwachstum begünstigt, so dass viel Ware von remontierenden Sorten zur Verfügung steht. Konnte zuletzt die Nachfrage nicht komplett gestillt werden so übersteigt in der laufenden Woche das Angebot die Nachfrage.

Am Bodensee wurden in dieser Saison bis dato 870 t (‑21 % gg. Vj.) Erdbeeren zu einem Durchschnittspreis von 221,52 €/dt (+14 % gg. Vj.) vermarktet.

Kirschen

Die Kirschensaison 2016 hat auf Grund des langen nasskalten Wetters erst Mitte Juni und damit etwas später als im Vorjahr begonnen. Die baden-württem­bergische Kirschenernte wird auf 13.400 t Süß- und knapp 1.000 t Sauerkirschen geschätzt (-3 % bzw. ‑19 % gg. Vj.). Grund für die Mindererträge sind Hagelfälle und gebietsweise Fröste während der Blüte im Mai, sowie starke Niederschläge. Ebenfalls witterungsbedingt steht viel kleinkalibrige Ware mit 24 mm bei geringer Nachfrage zur Verfügung. Selbst Verbilligungen schufen hier kaum Anreize zum Kauf. Große Kaliber ab 28 mm werden von den Kunden favorisiert.

Am Bodensee wurden bis KW 30 200 t (-41 %) Kirschen zu einem Preis von 342 €/dt (+12 %) vermarktet. Die Kirschenernte komprimierte sich witterungsbedingt auf nur wenige Tage, so dass zum Ende der KW 27 überraschenderweise mehr Ware zur Verfügung stand als zunächst angenommen. Aus geschützem Anbau wird mehr geerntet als angenommen. Wegen falsch kommunizierter Mengen­schätzungen und der dadurch geringen Präsenz in den LEH-Programmen steht der Markt bei Kirschen zunehmend unter Druck.



29.07.2016

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