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Beweidung

Pferde in der Landschaftspflege

 

  1. Historische Entwicklung der Pferdehaltung
  2. Rassen
  3. Pferdeweiden
  4. Eignung zur Landschaftspflege
  5. Literatur
  6. Links

Pferdeweide bei Althütte

 

1. Historische Entwicklung der Pferdehaltung

 

Vor ca. 5000 Jahren begann der Mensch mit der Domestikation des Pferdes, das zunächst der Fleischgewinnung und später auch als Zugtier diente. Ab ca. 1500 v.Chr. wurde das Pferd als Reittier eingesetzt. So besaßen die Perser bereits im Jahr 500 v. Chr. eine mächtige Kavallerie. Über lange Zeit hinweg waren Pferde nun wertvolle und teure Zug- und Reittiere, so dass sie in der Landwirtschaft kaum eingesetzt werden konnten, weil sie zu teuer waren. Schließlich setzte sich aber doch das Pferd gegenüber dem Ochsen als Arbeitstier in der Landwirtschaft durch. Im Zuge dessen wurden v.a. schwere Pferde (Kaltblüter) gezüchtet. Als im 19. Jahrhundert dann mehr Straßen und leichtere Kutschen gebaut wurden, ging man dazu über, auch leichtere Pferde zu züchten. Mit der Einführung der Eisenbahn und des Automobils verloren die Pferde jedoch stark an Bedeutung, so dass ihre Bestandeszahlen in der Mitte der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts ihren Tiefpunkt erreichten. Seither gewinnen Pferde wieder zunehmend an Bedeutung, v.a. im Freizeit- und Sportbereich, aber auch als Arbeitstiere, sei es in Form von Zugpferden im Wald beim Holzrücken oder z.B. bei der berittenen Polizei.

 

2. Rassen

 

Es gibt mehrere Hundert Pferderassen vom Pony über den Araber bis zum Kaltblut, die hier nicht im Einzelnen porträtiert werden. (Links: Rasseportraits, Breeds of the World).

 

Alle Hauspferderassen stammen vermutlich ursprünglich vom Przewalskipferd ab, das zuletzt noch im Grenzgebiet von Nordwest-China und der Mongolei lebte, jetzt aber offenbar in freier Wildbahn ausgestorben ist. Die Przewalskipferde, die heute z. B. in Naturentwicklungsprojekten eingesetzt werden, stammen durchweg aus Haltung in Tierparks etc.. Der Tarpan, der gelegentlich als wilde Stammform bestimmter Pferderassen angesehen wird, ist vermutlich eher ein verwildertes Hauspferd. Das Przewalskipferd benötigt als Steppenbewohner täglich viele Stunden für die Nahrungsaufnahme. Diese artspezifische Nahrungsaufnahme und der starke Bewegungsdrang sind durch die Domestikation nicht verloren gegangen. Dies wird in der Pferdehaltung oft zu wenig berücksichtigt.

 

Alle unsere heutigen Pferderassen lassen sich auf die Ur-Rassen, die Spezialanpassungen an ihre jeweiligen Lebensräume darstellten, zurückführen:

  Abb. aus DOSSENBACH in PAYER (2001)

 

Je nachdem, welcher Typ beim Pferd vorherrscht, sind die Ansprüche an Haltung und Handhabung, sowie die Eignung für Landschaftspflege unterschiedlich.

  • Urpony: Anpassung an regen- und saisonal futterreiche Gebiete, gute Verfügbarkeit von Wasser, lange futterarme Zeiten im Winter. Ernährung auch von Flechten, holzigen Kräutern und Baumrinden. Anfressen einer „Speckschicht“, derbes fettiges Fell. Gesellig (auch größere Herden bildend), verträglich gegenüber Artgenossen und anderen Tierarten, aber auch ängstlich. Eher standorttreu (kein großer Wanderer). Am unverfälschtesten  wird dieser Typ vom Exmoor-Pony repräsentiert.
  • Urkaltblüter: Anpassung an Wald- und Sumpfgebiete, Tundra und sehr kalte Winter. Langsam und vorsichtig reagierend (Schrittpferd). Eher Einzelgänger, Verhalten nicht so sozial wie Urpony, nicht so ängstlich aber sonst ähnlich. Am unverfälschtesten  wird dieser Typ vom Norweger  repräsentiert.
  • Gebirgstyp: Entstanden in den Berggebieten Nordwestafrikas. Angepasst an wasser- und regenarme Gebiete mit spärlicher Vegetation das ganze Jahr. Ballastarmer Körperbau, große Härte und Trittsicherheit. Häufig Ramsnase. Verhalten ehr unduldsam und kämpferisch. Nur  kleine Gruppen bildend. Ansätze von Territorialverhalten. Auf diesen Gebirgstyp sind Rassen wir Berber, Andalusier, Lippizaner und der amerikanischen Mustangs zurückzuführen.
  • Wüstentyp: Anpassung an wasserarme Gebiete mit saisonal stark unterschiedlicher Vegetation, hohes Wandervermögen (Bewegungsdrang) und Fluchtfähigkeit, schnellstes Reaktionsvermögen und Intelligenz. Familiäres Sozialverhalten. Auf den Wüstentyp sind die Araber zurückzuführen.
  • Steppentyp: zwischen Kaltblut- und Wüstentyp stehend: Przewalski-Pferd.
  • Waldtyp: Grundlage der warmblütigen Pferdetypen in Mitteleuropa und Vorderasien: Tarpan (ausgestorben).

(aus PAYER 2001 und MECHELHOFF 2002)

 


3. Pferdeweiden

 

(nach MECHELHOFF 2002)

 

Für eine artgerechte und zur Offenhaltung von Grünland geeignete Gestaltung sind die folgenden Anforderungen an die Pferdeweide zu stellen. Allerdings geht es hier um Wesentlichen um Wirtschafts-Grünland. Bei naturschutzfachlich wertvollen Biotopen, z. B. den nach Landesnaturschutzgesetz besonders geschützten, sind teilweise andere Regeln zu beachten, soweit eine Pferdebeweidung überhaupt angeraten ist (vgl. Kap. 4. Eignung zur Landschaftspflege).

  • Je nach Futterqualität 2-3 ha Weidefläche pro Pferd. Da Pferde in Gruppen gehalten werden sollten (3-5 Pferde ist die Mindestgröße), sind Betriebsflächen von mindestens 6 – 15 ha erforderlich.
  • Für die Einzelkoppeln ist eine Mindestgröße von 0,2 ha pro Pferd vorzusehen (also 6000m² für 3 Pferde mindestens), da die Koppeln nicht nur Futterfläche, sondern auch Schlafplatz, Wege- und Spielfläche sind.
  • Einer Beweidungszeit von 2 – 3  Wochen sollte eine mindestens 2-monatige Ruhepause der Fläche folgen.
  • Werden bisherige Bracheflächen in das Weideregime miteinbezogen, so stoppt eine einmalige Beweidung von 2 – 3 Wochen pro Jahr i.d.R. die Sukzession. Die Pflegewirkung ist jedoch je nach Standort und Klima unterschiedlich. Empfohlen wird i.d.R. eine 3-malige Beweidung mit insgesamt maximal 6 Wochen Dauer.
  • Die Pferde sollten von der Fläche erst abgetrieben werden, wenn das Land halbwegs gleichmäßig abgefressen ist. Evtl. wird in diesem Fall Zufutter benötigt, es ist aber sichergestellt, dass ein solches Weideregime keinerlei Überfettung der Weidetiere oder ernstere Erkrankungen verursacht.
  • Unerwünschte Pflanzen, die nicht gefressen werden, sollten gleich zu Beginn mit der Sense gemäht werden.
  • Für Winterweiden, die als Standweiden in der Zeit zwischen November und April genutzt werden, ist eine Flächengröße von mind. 0,75 ha/ Pferd erforderlich. Danach dürfen die Flächen 6 Monate lang nicht als Weide genutzt werden, können aber gemäht werden. Überständiges Gras wird im Winter aber auch sukzessive von den Pferden gefressen und spart somit Heu ein („Futter auf dem Halm“). Sind die Flächen kleiner, treten Trittschäden auf. Außerdem ist die Belastung mit den Ausscheidungen der Tiere zu stark, um in der Ruhezeit des Sommers wieder ausgeglichen zu werden. Dann droht Phosphat-Überdüngung, Überhandnehmen minderwertiger Pflanzen und Verwurmungsgefahr und der Kot muss abgelesen werden.
  • Pferde benötigen im Sommer einen Sonnenschutz und im Winter eine Unterstellmöglichkeit gegen nasse Kälte. Dies können Bäume und Gebüsche oder auch künstliche Unterstellmöglichkeiten sein. Da Pferde auch gerne Blätter und junge Triebe fressen, werden diese automatisch kurz gehalten. Junge Bäume sollten aus diesem Grund allerdings ausgezäunt werden!
  • Nach ausreichender Gewöhnungszeit sind i.d.R. alle Pferde für die Winteraußenhaltung geeignet. In der Übergangszeit (besonders Oktober) können Stürme, Regen und überraschende Kälteeinbrüche Pferde, deren Winterfell noch nicht gewachsen ist, stark belasten. Bei deutlichem Zittern benötigen sie halbtagsweise Eindeckung (am besten Neuseelanddecken). Meist ist einige Tage später das Fell genügend gewachsen, so dass im Winter dasselbe Schlechtwetter ihnen nichts mehr ausmacht.
  • Als Wasserquellen eignen sich sauberes Bach-, Brunnen- und Leitungswasser. Bäche dürfen allerdings nur als Tränken verwendet werden, wenn im Bachoberlauf keine Verschmutzung möglich ist und außerdem die Pferde die Bachufer nicht in größeren Bereichen heruntertrampeln und beschädigen, oder das Wasser durch Kot verunreinigen. Bei ausreichend großen Weiden geschieht dies üblicherweise nicht; die Pferde wählen von selbst den bestgeeigneten Zugang und halten diesen auch sauber.
  • Als Einzäunung eignen sich – soweit vorhanden – dicht gewachsene Hecken, die von den Pferden gleichzeitig kurz gehalten werden, was den manuellen Pflegeaufwand verringert. Ansonsten sind für Wechselweiden Elektrozäune mit Stahl- oder Kunststoffpfosten (ggf. Holz-Eckpfosten) zeitsparend aufzubauen (4 – 8 h/ ha, bei langgezogenen Flächen bis zu 40% mehr Arbeitszeitaufwand; Kontrolle ½ h/ ha und Woche), zweckmäßig und sicher. Es sollten keine nicht-zerreißenden Elektroseile und Bänder verwendet werden. Wo Koppeln an stark befahrenen Straßen stehen oder befürchtet wird, dass Pferde auf solche laufen, müssen die Zäune natürlich verstärkt (3 Reihen E-Draht), massiver gebaut und besonders diszipliniert gepflegt und gewartet werden.
  • Die Zufahrt sollte zu allen Weiden möglich sein, ohne dass Schäden an den (unbefestigten) Wegen entstehen, auch wenn bei feuchter Witterung diese 2x täglich befahren werden. Rücksichtsvolle Fahrweise und Allradfahrzeuge mit geeigneten Reifen verhüten Schäden in der Grasnarbe auf Wegen und Weiden, die zu Erosionsschäden führen können.

Pferdeweiden (Anforderungen, Maßnahmen, Pflege) Merkblatt 2003 (LVVG Aulendorf, pdf - Dokument)

 



4. Eignung zur Landschaftspflege

 

Eigenschaften von Pferden im Hinblick auf die Beweidung (nachLÜHR, D. (200/) S. 281):

Pferde sind aufgrund ihrer Schneidezähne in Ober- und Unterkiefer in der Lage, Pflanzenbestände extrem kurz zu begrasen, und verhalten sich bei der Futteraufnahme hoch selektiv. Sie können bevorzugte Nahrungspflanzen gezielt auswählen und sogar noch im Maul eine Auslese vornehmen. Im Gegensatz zu Rindern verbringen Pferde mehr Zeit bei der Beweidung kurzrasiger Bereiche, weisen höhere tägliche Nahrungsaufnahmeraten pro Einheit Körpergewicht auf und nutzen in größerem Umfang produktive Pflanzenarten und Pflanzengesellschaften. Dennoch können Pferde bei geringer Belastung ihren Nahrungsbedarf größtenteils aus rohfaserreichem  Gras decken, solange ihnen noch kleine Mengen hochwertiger proteinreicher Nahrung zur Verfügung stehen. Pferde sind wie Rinder typische Grasfresser. Pferde konzentrieren sich aber in höherem Maße auf Gräser, während Rinder häufiger zusätzlich Kräuter und Laub von Gehölzen aufnehmen (wenn sie die Möglichkeit dazu haben). Blätter und Zweige verschiedener Gehölze können jedoch einen Beitrag zur täglichen Ernährung von Equiden leisten.

Die Trittwirkung von Pferden ist stärker als bei anderen Weidetieren. Obwohl Pferdehufe eine größere Auflagefläche bieten als Rinderhufe und damit die Druckbelastung im Stand reduziert wird, kommt es durch den hohen Bewegungsdrang vierler Pferderassen zur Schädigung der Grasnarbe und zu Bodenverletzungen.

Die Abgabe von Exkrementen erfolgt oft wiederholt an bevorzugten Plätzen, was zu Teileutrophierung auf den Weideflächen führen kann. Bei der Nahrungsaufnahme werden solche Bereiche (Geilstellen) meist gemieden und können bei langjähriger Beweidung große Anteile der Weidefläche bedecken.

 

Der Einsatz von Pferden in der Landschaftspflege wurde lange Zeit kaum in Betracht gezogen und war aufgrund möglicher schädlicher Einflüsse oftmals geradezu verpönt. In den letzten Jahren gewinnen Equiden in Landschaftspflege und Naturschutz zunehmend an Bedeutung, insbesondere im Zusammenhang mit Multi-Spezies-Projekten und großräumiger Beweidung. In solchen Projekten gestalten halbwilde Pferdeherden Landschaften großräumig und dynamisch, häufig zusammen mit ebenfalls halbwilden Rinderherden und/oder Dam-, Reh-, Rot-, Schwarzwild. Anschauungsmaterial für diese dynamische Landschaftsentwicklung bieten die Gegenden, deren Landschaftsbild teilweise schon seit Jahrhunderten halbwild lebenden Pferdeherden geprägt wird,  wie z.B. durch

Aber auch in neu geschaffenen Naturentwicklungsgebieten (Beispiel: Oostvaardersplassen in den Niederlanden) kann dies eine spannende Lösung sein, die die Offenhaltung z. B. in Vogelschutzgebieten gewährleistet, den Einfluss des Menschen auf die Fläche minimiert und nicht zuletzt Wildnis-Elemente in unsere Kultur-Landschaften zurück bringt. Voraussetzung sind ausreichend große Flächen ohne sonstige Nutzungsansprüche (ab ca. 60 ha bis mehrere tausend Hektar, nach oben keine Grenze), in denen sich entsprechende Populationen entwickeln können.

 

Im konservierenden Naturschutz, der kleinflächig die Erhaltung seltener Tier- und Pflanzenarten anstrebt, ist der Einsatz von Pferden dagegen nicht ganz unproblematisch und oft eher die zweite Wahl, wenn z. B. andere Weidetierarten (Rinder, Schafe...) nicht verfügbar sind, da Pferde aufgrund ihres Körpergewichtes und ihres ausgeprägten Bewegungsdrangs die stärksten Trittschäden verursachen; insbesondere in hängigem Gelände kann es daher zu Erosionsschäden kommen. Weitere "Nachteile" der Beweidung durch Pferde sind

  • die ausgepräge Selektion jungen Futters und damit ein Nebeneinander von Über- und Unterbeweidung, 
  • der tiefe Verbiss, der im Extremfall zum flächigen Absterben des Weiderasens führen kann,
  • das Entstehen von Geilstellen, die von den Pferden nicht mehr befressen werden, und
  • das intensive Verbeißen und Schälen von und Scheuern an Gehölzen (kann z. B. auf Streuobstwiesen problematisch sein).

Empfehlungen für die Pferdeweide auf naturschutzfachlich wertvollen Flächen (allgemeine Empfehlungen zur Pferdeweide s. unter Kap. 3 Pferdeweiden):

  • Keine Pferdebeweidung auf empfindlichen Biotopen wie z. B. botanisch wertvollen Feuchtwiesen.
  • Allgemein nur auf trittfesten, ebenen bis mäßig geneigten Flächen.
  • Keine Winter-Beweidung (Gefahr der Eutrophierung bei Zufütterung)
  • Einsatz kleiner, leichter, futtergenügsamer Rassen wie Exmoor-, Island-, New-Forest-, Shetland-Pony, Fjord-Pferd, Konik. (Weniger Trittschäden und bessere Futterverwertung bzw. Verbiss von Binsen und Seggen sowie Problemarten).
  • Hochleistungstiere und säugende Stuten brauchen ein höheres Energieangebot und sind daher nicht für extensive Naturschutzflächen geeignet.
  • Verzicht auf Stickstoff-Düngung.
  • Angepasste Besatzstärke: auf gutem Weideland 2 Pferde/ha, auf ungedüngten oder ertragsschwachen Standorten 0,5 Pferde/ha.
  • Zeitiger Abtrieb (bei Weiderest von 30 bis 50%) zur Vermeidung von Überweidung.
  • Nachmahd nach jedem Weidegang.
  • Ausreichende Regenerationszeiten (30 bis 50 Tage) zwischen den Weidegängen
  • Max. drei Weidegänge pro Jahr.
  • Schutzmaßnahmen an Bäumen oder Hecken, die nicht befressen werden sollen.
  • Auszäunung von Gewässern, wo nötig.
  • Optimal: gemischte oder jahresweise abwechselnde Beweidung mit Rindern. Bei gleichzeitiger Beweidung sind 30% Pferde, 70% Rinder optimal. (Die Geilstellen der Pferde werden von Rindern als Futter akzeptiert und umgekehrt, so dass der Aufwuchs wesentlich besser genutzt und die punktuelle Eutrophierung vermieden wird)(MICHELS 2000).


Allerdings sind weidende Pferde auch ein traditioneller Bestandteil der Kulturlandschaft, deren Erhalt das Ziel vieler naturschutzfachlicher Bemühungen ist. So lassen sich auch die Erhaltung alter, in ihrem Bestand gefährdeter Pferderassen (in Baden-Württemberg sind dies die traditionellen Arbeitspferde Schwarzwälder Fuchs und das Altwürttemberger Pferd, die nach MEKA II mit 100 Euro je Muttertier und Jahr gefördert werden) und alter Kulturtechniken wie das Pflügen oder Holzrücken mit Pferden mit der Landschaftspflege verbinden. Da es sich hier um schwere Rassen handelt, ist ein umsichtiges Weidemanagement besonders wichtig.

 

Noch aus einem weiteren Grund werden Pferde für die Landschaftspflege immer wichtiger: Sie sind Abnehmer für das sogenannte Landschaftspflege-Heu, also spät gemähtes, oft kräuterreiches und wohlriechendes, aber energie- und eiweißarmes Heu und Grummet, das in der intensiven Tierhaltung, insbesondere der Milchviehhaltung, schon lange keine Verwendung mehr findet. PferdebesitzerInnen, die etwas für Naturschutz und Landschaftspflege tun wollen, sollten darauf achten, solches Heu möglichst aus der Region direkt von Landwirten zu erwerben, die z. B. Verträge nach der Landschaftspflegerichtlinie abgeschlossen haben. Allerdings ist im Interesse der Pferde darauf zu achten, dass keine stark Alkaloid-haltigen Pflanzen wie Herbstzeitlose und Jakobs-Kreuzkraut im Heu enthalten sind.

 


5. Literatur

6.  Links

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