Service-Navigation

Suchfunktion

Pflanzliche Märkte

Kontakt

Werner Schmid - Getreide

07171 / 917 207

llm@lel.bwl.de

Alexander Kreisel - Obst/Gemüse

07171 / 917 206

obstmarkt@lel.bwl.de

Telefonverzeichnis

Aktuelle Preise KW 24/19

(Baden-Württemberg)
 

Brotweizen
162
€/t
Braugerste
192
€/t
Futtergerste
175
€/t
Körnermais
160
€/t
Raps
345
€/t

Quelle: LBV

Marktblick

 

 

Rapskurse seitwärts auf unbefriedigendem Niveau

Die Rapskurse an der MATIF in Paris pendeln nun schon seit Jahresbeginn seitwärts in einem Band zwischen 355 bis 370 €/t. Trotz einer schwachen Ernte 2018, sowohl in der EU (20 Mio.t) als auch in Deutschland (3,67 Mio.t) konnten die Rapskurse und –preise die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Selbst die Aussicht auf eine erneut niedrige Ernte in 2019 vermag kaum Bewegung in den Markt zu bringen. Für 2019 wird nach der Maischätzung des DRV (Deutscher Raiffeisenverband) in Deutschland eine Rapsernte von nur 3,04 Mio.t. erwartet. Die EU-Kommission schätzt die EU-Rapsernte 2019 ebenfalls schwach, auf nur 19,2 Mio.t ein. Jüngste Zahlen von Coceral sprechen sogar von nur 17,9 Mio.t.

Wo liegen hier die Gründe? Nach Einschätzung von Marktexperten befinden sich die Rapskurse im Würgegriff der Situation am Sojamarkt und insbesondere des Handelsstreits zwischen China und den USA. Verschärft wurde die Lage noch dadurch, dass China seit März dieses Jahres zusätzlich ein Handelsverbot für kanadischen Raps ausgesprochen hat.

Die laut USDA (amerikanisches Agrarministerium) insgesamt weltweit beste Sojaernte aller Zeiten (362 Mio.t) bringt bei den Bohnen einen Bestandsaufbau auf 113 Mio.t (+14 Mio.t) mit sich. Diese schiere Masse sucht sich natürlich Wege auf den Markt, auch wenn China weniger kauft. Günstige Sojaschrotpreise in der EU und Deutschland sind das Ergebnis - aber damit verbunden eben auch schwache Rapspreise. Denn Rapssaat kann nur das erlösen, was seine Nachprodukte Rapsöl und –schrot möglich machen.

Mit Blick auf die Ernte 2019 zeigen sich die Erzeuger derzeit eher verhalten beim Abschluss von Vorverträgen. In Summe ist aber anzuraten den Markt gut zu beobachten und Chancen, die sich durchaus im Rahmen von Kursschwankungen ergeben können, zu nutzen. Denn wenn sich im Handelsstreit der Großen keine Einigung oder zumindest Entschärfung ergibt, bleibt zu befürchten, dass es trotz schwacher Rapsernte in Europa zu keinen grundlegenden Änderungen im Markt kommt.


© Schmid,  LEL Schwäbsich Gmünd

Stand: 29.05.2019

Bestellen Sie hier unseren KOSTENLOSEN NEWSLETTER

6 mal im Jahr informiert über aktuelle Entwicklungen auf  landwirtschaftlichen Märkten.

AGRARMÄRKTE 2018

Kapitel 2 Getreide

Text (685 kB)

Folien (1.002 kB)

Jahresheft Getreide

Das Jahresheft Getreide 2008/09 erhalten Sie hier.

Fußleiste