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Raps tendiert schwächer

Die weltweite Rapsbilanz weist nach den Märzzahlen des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) ein Defizit von gut 1,3 Mio.t aus. Einer Welterzeugung von rund 68,4 Mio.t steht ein Verbrauch von 69,7 Mio.t gegenüber. Auch die europäische Rapsernte 2016 (20 Mio.t), als auch die deutsche (4,62 Mio.t), waren schwächer als in den Vorjahren.

Trotz der engen Rapsversorgung drückt die solide Gesamtversorgung im Ölsaatenkomplex inzwischen auch auf die Rapspreise. So brachten die Märzzahlen des USDA eine deutliche Aufwärtskorrektur bei Soja. Hier steht einer Produktion von 340,8 Mio.t ein Verbrauch von 331,7 Mio. t gegenüber, die Sojaendbestände wachsen voraussichtlich auf 82,8 Mio.t an. Die Ernte in Südamerika, insbesondere in Brasilien, ist in vollem Gang und kommt gut voran. Flankierend kommt hinzu, dass sich die Rohölnotierungen noch immer nicht nachhaltig erholen, und damit ein wichtiger Absatzkanal für Rapsöl den Weg der Preise nach oben begrenzt.

An der MATIF in Paris verlor der Maikontrakt für Raps erheblich an Boden und notiert aktuell deutlich unter der 410 €/t –Marke, nachdem er zu Märzbeginn noch weit über 420 €/t erzielte. Mit Blick auf die Vermarktung von Lagerware sowie die neue Ernte 2017 bleibt zu hoffen, dass die Landwirtschaft in den zurückliegenden Wochen aktiv geworden ist. Denn ein erneutes Anziehen der Rapspreise scheint eher zweifelhaft, zumal die erste Schätzung der EU-Kommission eine leichte Ausdehnung der EU-Rapsfläche auf 6,62 Mio.ha (+2%) sowie eine Ernte von 22,1 Mio.t (+10,6%) für das Jahr 2017 sieht.

© Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd



Stand: 14.03.2017

Aktuelle Preise

(KW 15, Baden-Württemberg)

Brotweizen
140
€/t
Braugerste
175
€/t
Futtergerste
135
€/t
Körnermais
158
€/t
Raps
377
€/t

Quelle: LBV

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