Service-Navigation

Suchfunktion

Pflanzliche Märkte

Marktblick


Getreidemarkt ohne neue Impulse



Die erste Schätzung des neuen Getreidejahres 2016/17 durch das USDA (amerikanisches Agrarministerium) weist auch für die kommende Saison eine positive Weltgetreidebilanz aus. Mit rund 2.025 Mio. Tonnen wird die zweitgrößte Getreideernte aller Zeiten erwartet, der Verbrauch soll bei 2.005 Mio. Tonnen liegen. Die Bestände würden, treffen diese Zahlen ein, auf knapp 500 Mio. Tonnen anwachsen.

Derzeit gibt es kaum Anzeichen, dass diese Schätzung nicht zutreffen könnte. Auch der Internationale Getreiderat in London (IGC) sieht für die kommende Saison ein Plus bei der Getreidebilanz, wenngleich dieser den Bestandszuwachs etwas geringer einschätzt.

Die Erwartungen an die Getreideernte 2016 in der EU-28 wurden von der EU-Kommission zuletzt auf 309,8 Mio. t geschätzt. Das wäre nach der Spitzenernte 2014 und den guten Ernten 2008 und 2015 die viertgrößte Erntemenge, die jemals in der EU eingefahren wurde.

Insbesondere die Weizenernte wird sowohl weltweit als auch in der EU mengenmäßig als gut eingeschätzt. Für Mais wird weltweit dagegen erneut eine ausgeglichene Bilanz erwartet.

An der MATIF in Paris pendeln folglich die Kurse für Sep-temberweizen schon seit Ende Februar in einem Band zwi-schen 158 bis 165 €/Tonnen seitwärst. Nachhaltige Besse-rung ist derzeit kaum erkennbar. Spätere Liefertermine zeigen erwartungsgemäß leicht höhere Kurse.

Für alterntige Ware wird aus dem Markt berichtet, dass die Geschäfte in eher ruhigen Bahnen verlaufen. Weder die Abgabeseite noch die Verarbeiter sehen derzeit Anlass für hektische Aktivitäten.



© Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd


Stand: 24.085.2016

Aktuelle Preise

(KW 20, Baden-Württemberg)

Brotweizen
134
€/t
Brotroggen
133
€/t
Braugerste
160
€/t
Futtergerste
128
€/t
Körnermais
150
€/t
Raps
355
€/t

Quelle: LBV

Fußleiste