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Raps der Ernte 2016 bleibt knapp

Die Rapskurse haben sich in den zurückliegenden Wochen erwartungsgemäß stabilisiert. Die Termin für Ernte 2016 tendieren derzeit seitwärts auf einem Niveau um 380 Euro pro Tonne.

Ein Grund für die zuversichtliche Stimmung am Rapsmarkt ist die erneut schwächere Einschätzung der europäischen Rapsernte durch die EU-Kommission Ende August 2016. Insgesamt 19,4 Mio.t Raps sollen in der EU-28 gedroschen worden sein, das sind gut 10% weniger als im Vorjahr. Bemerkenswert ist, dass die EU-Kommission damit die Schätzung der Erntemenge gegenüber der Julischätzung um 1,1 Mio. Tonnen nach unten korrigerte. Vor allem die deutsche Ernte wurde nochmals auf 4,67 Mio.t nach unten korrigiert, das sind rund 400 Tsd. Tonnen weniger als noch in der Julischätzung.

Gewisse Stützung erhält der Raps aber auch durch die weltweiten Zahlen. Das USDA (amerikanisches Agrarministerium) hat in den zurückliegenden Monaten die weltweiten Rapsendbestände mehrmals nach unten korrigiert und sieht zum dritten Mal in Folge eine defizitäre Bilanz und damit faktisch einen weiteren Abbau der Endbestände. Zum 30.Juni 2017 sollen nach derzeitiger Einschätzung die Rapsendbestände auf 5,12 Mio.t bzw. 7,5% Stock-to-Use-Ratio abgebaut worden sein. Druck kommt hingegen aus dem Sojabereich. In der neuesten Schätzung des USDA vom 12. September wird für 2016/17 weiterhin mit einer Spitzenernte und sogar einem leichten Aufbau der Bestände um 1 Mio.t auf 72,2 Mio. t gerechnet. Unter dem Eindruck dieser neuesten Zahlen gaben dann auch die Raps- und Sojakurse zu Wochenbeginn leicht nach.

In Summe betrachtet präsentiert sich der Rapsmarkt dennoch freundlich. Wer Raps physisch nicht selbst einlagern kann oder will könnte zumindest für Teilmengen Vermarktungsmodelle in Betracht ziehen, die eine Teilnahme an einer möglichen Kurssteigerung in den nächsten Monaten ermöglichen. Sogenannte Mindestpreismodelle werden von den aufnehmenden Hand zunehmend angeboten.

© Werner Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd



Stand: 14.09.2016

Aktuelle Preise

(KW 38, Baden-Württemberg)

Brotweizen
133
€/t
Brotroggen
 
€/t
 
Braugerste
170
€/t
Futtergerste
115
€/t
Körnermais
155
€/t
Raps
355
€/t

Quelle: LBV

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