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Werner Schmid

Referent pflanzliche Märkte


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Marktlage Raps

Die Welt-Rapsbilanz 2017/18 zeigte sich erstmals nach mehreren Jahren wieder leicht überschüssig. Einer Ernte von 74,0 Mio.t stand ein Verbrauch von 71,1 Mio.t gegenüber. Das aktuelle Wirtschaftsjahr 2018/19 soll hingegen nach der Dezemberschätzung des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) wieder eine marginal defizitäre Rapsbilanz mit einer Produktion von 70,2 Mio.t und einem Verbrauch von 70,7 Mio.t bringen. In der EU-28, Stand Januar 2019, soll auf 6,9 Mio. ha Anbaufläche Raps angebaut worden sein. Die Erntemenge, welche im April noch auf 22,6 Mio.t geschätzt wurde, wird aktuell von der EU-Kommission noch mit 19,8 Mio.t angegeben. Im Schnitt werden die Druschergebnisse um 10 bis 20% niedriger eingeschätzt als im Vorjahr, wobei im Norden und Osten Deutschlands im Einzelfall auch von Ertragseinbußen von 50% die Rede war. Das Statistische Bundesamt schätzt die deutsche Rapsernte auf 3,68 Mio.t (Vj. 4,28; minus 14,5%). Angesicht der schwachen Ernte in D und der EU bewegen sich die Terminmarktkurse (FEB19: 378 €/t) als auch die Erzeugerpreise (35,- €/dt) auf erhöhtem Niveau seitwärts. Hemmend auf einen weiteren Preisanstieg wirkt die gute Versorgung im Sojabereich, eine weltweit gute Pflanzenölversorgung (v.a. Palmöl) sowie die Diskussion um Biokraftstoffe in der EU. Denn die Verwertung von Rapsöl im Biodieselbereich ist eine der tragenden Säulen für gute Rapspreise. Franko Mannheim notiert Rapsschrot mit 25,60 bis 25,80 €/dt wieder leicht schwächer als noch vor Wochen. Rapsöl (Raffinat) fob Hamburg hingegen tendiert seitwärts bei 760 bis 790 €/t.

31.01.2019

Raps Baden-Württemberg
Raps 10 Jahre

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AGRARMÄRKTE 2018

Kapitel 3 Ölsaaten und Eiweißpflanzen

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Terminmarkt Raps

In der Dezemberschätzung des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) wird die Welt-Rapsbilanz des Jahres 2018/19 als marginal defizitär beschrieben, nachdem im Jahr zuvor eine überschüssige Welt-Rapsbilanz verzeichnet wurde. Von Seiten der Sojaversorgung kommen, trotz etwas schwächerer Ernteaussichten für Soja in Brasilien, eher preisbremsen-de Signale. Hier wird unverändert von einer soliden Versorgung mit deutlich überschüssiger Bilanz 2018/19 ausgegangen. In Summe könnte sich die schwache Ernte von Raps in Deutschland, aber auch in angrenzenden EU-Mitgliedsstaaten wie Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn, kursstützend auswirken. Ende Januar notierte der FEB19 an der MATIF leicht fester bei knapp 379 €/t. Die eher solide Versorgung im Ölsaatenkomplex prägt weiter den Markt. Der Handelsstreit zwischen den USA und China trägt ebenfalls seinen Teil zur Marktentwicklung bei. China kauft zwar inzwischen wieder verhalten Bohnen in den USA, dennoch sind diese weiter gezwungen andere Absatzmärkte zu suchen. Hinzu kommt, dass eine solide Versorgung im Bereich der Pflanzenöle einer Kursrally nach oben im Wege steht. Auch von Seiten des Wechselkurses Euro/Dollar sind kaum Impulse zu erwarten. Aktuell kostet ein Euro rund 1,14 US-$. Insofern ist es eher fraglich, ob es den Rapskursen gelingen mag, sich in absehbarer Zeit nachhaltig und deutlich nach oben zu befreien..

31.01.2019

MATIF Rapsnotierung
Matif offene Kontrakte Raps
Rapskontraktkurse ICE Winnipeg
Rapskontraktkurse ICE Winnipeg in $

RAPSPREISE



2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018

28,4

37,6

26,1

32,0

44,0

45,6

39,7

33,3

34,8

35,4

36,5
35,0

06/07

07/08

08/09

09/10

10/11

11/12

12/13

13/14

14/15

15/16

16/17

17/18

24,5

37,6

29,6

26,5

41,9

43,3

45,4

35,4

32,0

35,4

39,3

35,9

Erzeugerpreise in Baden-Württemberg, frei Erfasser, in €/ dt, ohne MwSt.

Winterraps 2017

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