Service-Navigation

Suchfunktion

Raps

Kontakt

Werner Schmid

Referent pflanzliche Märkte


07171 / 917 207

llm@lel.bwl.de


Telefonverzeichnis der LEL

Marktlage Raps

Die Welt-Rapsbilanz 2017/18 zeigte sich erstmals nach mehreren Jahren wieder überschüssig. Einer Ernte von 74,0 Mio.t stand ein Verbrauch von 73,0 Mio.t gegenüber. Bemerkenswert, da marktwirksam, ist, dass das USDA (amerikanisches Agrarministerium) bis November 2017 eine defizitäre Welt-Rapsbilanz 2017/18 geschätzt hatte, diese Einschätzung aber seit der Dezemberschätzung revidierte und nun eine positive Bilanz prognostiziert. In der EU-28 soll, Stand März 2018, auf 6,72 Mio. ha Anbaufläche eine Rapsernte von 21,8 Mio.t eingefahren worden sein. Das war ein Plus von 8,5% gegenüber dem Vorjahr. Für 2018 wird in einer ersten Schätzung eine Anbaufläche von 6,78 Mio.ha und eine Ernte von 22,3 Mio.t gesehen. Die deutsche Rapsernte 2017 fiel dagegen nach den Zahlen des BMEL auf rund 1,31 Mio. ha mit rund 4,31 Mio.t (-5,9%) erheblich schwächer aus als im Vorjahr (4,57 Mio.t). Für 2018 sieht eine erste Prognose des DRV (Deutscher Raiffeisenverband e.V.) die Rapsernte bei 4,675 Mio.t (+9,5%). Die Erzeugerpreise tendieren in den letzten Wochen seitwärts auf einem Niveau von 32,50 bis 33 €/dt. Das Rapsgeschäft wird als ruhig beschrieben. Franko Mannheim notiert Rapsschrot deutlich fester mit 24,80 bis 25,10 €/dt. Rapsöl (Raffinat) hingegen tendiert deutlich schwächer bei 690 €/t fob Hamburg. Die rückläufigen Tendenzen sind der soliden Versorgung, v.a. aber dem deutlich stärkeren Eurokurs geschuldet. Eine weiteres trägt eine gute Palmölproduktion bei, so dass im Rapsmarkt weiter gewisser Druck herrscht.

04.04.2018

Raps Baden-Württemberg
Raps 10 Jahre

Bestellen Sie hier unseren KOSTENLOSEN NEWSLETTER

6 mal im Jahr informiert über aktuelle Entwicklungen auf  landwirtschaftlichen Märkten.

AGRARMÄRKTE 2017

Kapitel 3 Ölsaaten und Eiweißpflanzen

  Text (531 kB)
  Folien (1086 kB)

Terminmarkt Raps

Die Märzschätzung des USDA (amerikanisches Agrarministerium) bringt für den Rapsmarkt keine neuen Impulse. Mit der Januarschätzung hat dieser den Halt verloren, da hier bestätigt wurde, dass die Rapsbilanz 2017/18 nicht wie zuvor prognostiziert defizitär, sondern überschüssig ausfallen würde. Aktuell notierte der Frontmonat MAI18 an der MATIF in Paris in einem Band zwischen 344 bis 350 €/t seitwärts. Auch von Seiten der Sojaversorgung kommen nur schwache Impulse zur Befestigung des Ölsaatenkomplexes. Zwar fällt die Ernte in Argentinien deutlich schwächer aus als ursprünglich angenommen. Aber ein hervorragender Erntefortschritt mit guten Ergebnissen in Brasilien sowie die derzeitigen handelspolitischen Unstimmigkeiten zwischen den USA und China hemmen einen Anstieg des Bohnenpreises. Neben den soliden fundamentalen Daten macht sich auch ein stärkerer Euro bemerkbar. Befestigt sich der Eurokurs in Relation zum US-Dollar um nur 1 US-Cent, so schickt das den Rapskurs an der MATIF rechnerisch um 3 €/t in den Keller. Zwischenzeitlich notiert der Euro relativ stabil in einem Band zwischen 1,23 bis 1,25 US-$ je Euro. Fazit: In gleicher Weise wie ein schwacher Euro die Getreide- und Rapspreise in Europa stützt, schwächt ein starker Euro dieselben. In Summe steht derzeit kaum Hoffnung auf steigende Preise im Raum. Sowohl die fundamentalen Daten als auch die Währung über eher Druck aus.

04.04.2018

MATIF Rapsnotierung
Matif offene Kontrakte Raps
Rapskontraktkurse ICE Winnipeg
Rapskontraktkurse ICE Winnipeg in $

RAPSPREISE



2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

28,4

37,6

26,1

32,0

44,0

45,6

39,7

33,3

34,8

35,4

36,5

06/07

07/08

08/09

09/10

10/11

11/12

12/13

13/14

14/15

15/16

16/17

24,5

37,6

29,6

26,5

41,9

43,3

45,4

35,4

32,0

35,4

39,3

Erzeugerpreise in Baden-Württemberg, frei Erfasser, in €/ dt, ohne MwSt.

Winterraps 2017

Fußleiste