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Raps

Marktlage Raps

Ähnliche wie die Getreidepreise vollzogen die Rapspreise vor und zu Beginn der Ernte ei-nen Aufwärtstrend. Auslöser dafür waren die Bedenken um die mögliche Erntemenge infolge der Frühsommertrockenheit. In Summe wurden dann aber durchschnittliche Erträge gedroschen. Die gesamte Erntemenge lag mit knapp 5 Mio. t nur knapp unter dem fünfjährigen Durchschnitt. Auf europäischer Ebene wurde mit 21,4 Mio. t zwar ebenfalls deutlich weniger Raps als im Vorjahr gedroschen (24 Mio. t), aber auch hier machte sich gewisse Entspannung bemerkbar, als die EU-Kommission leichte Korrekturen nach oben vornahm. Hinzu kommt, dass der Rapsmarkt weiterhin unter dem Eindruck einer sehr guten weltweiten Versorgung mit Soja steht. Betrachtet man nur die fundamentalen Daten bei Raps, so wäre eine Hoffnung auf stabilere Preise gerechtfertigt. Auch die moderate Befestigung der Rohölpreise stützt die Rapskurse. Der leichte Aufwärtstrend der vergangenen fundamentalen Daten, so wäre eine Hoffnung auf stabilere Rapspreise gerechtfertigt. Der leichte Aufwärtstrend der vergangenen Tage könnte insofern ein Indiz für eine Bodenbildung sein.

31.03.2016

Raps Baden-Württemberg
Raps 10 Jahre

Kalenderjahr

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

 2013

2014 

2015 

Raps

23,2

21,3

18,7

22,2

28,4

37,6

26,1

32,0

44,0

45,6

39,7 

33,3 

34,8

 

Wirtschaftsjahr

02/03

03/04

04/05

05/06

06/07

07/08

08/09

09/10

10/11

11/12

12/13

13/14

 14/15

Raps

22,7

23,7

18,1

20,0

24,5

37,6

29,6

26,5

41,9

43,3

45,4

 35,4

32,0

Erzeugerpreise in Baden-Württemberg, frei Erfasser, in €/ dt, ohne MwSt.

Terminmarkt Raps

Nach einem Tief Ende August bei rund 350 €/t konnte sich der Maikontrakt 2016 bis Ende November wieder auf rund 385 €/t befestigen. Im 1. Quartal 2016 vollzog der Kontrakt dann einen Abwärtstrend und landete im Tief Anfang März bei knapp unter 345 €/t. In den zurückliegenden Wochen war eine leichte Befestigung auf gut 365 €/t zu beobachten. Ähnliche Verläufe zeigen auch die späteren Termine. Getragen wird diese Entwicklung zum einen von den fundamentalen Daten im Rapsmarkt, die eine leicht defizitäre Weltbilanz und vor allem eine deutlich schwächere europäische Ernte gegenüber dem Vorjahr zeigen. Hinzu kommt, dass ein weiterhin schwacher Euro gegenüber dem US-Dollar die Rapspreise stützt. Wenngleich sich der Raps etwas von den Entwicklungen im Sojabereich abkoppeln konnte darf nicht vergessen werden, dass eine Spitzen-Sojaernte, wie sie derzeit in Südamerika bei weitgehend guten Bedingungen gedroschen wird, die Luft nach oben dünner werden lässt.

Stand: 31.03.2016

MATIF Rapsnotierung
Matif offene Kontrakte Raps

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